München, 02.April 2020 – Lernen: Ziellos oder gezielt?

Ziele sind motivationale Faktoren, die den Menschen helfen, ihr Verhalten sinnvoll zu steuern. Ohne Ziele würde morgens niemand aufstehen, Zähne putzen, ein Studium abschließen oder berufliche Erfolge erreichen.
Alles beabsichtigte menschliche Verhalten ist auf Ziele ausgerichtet.
Die Erreichung eines gesetzten Ziels erfüllt uns mit Stolz und motiviert uns, auch in Zukunft die nächsten Schritte erreichen zu wollen.

Besonders im Rahmen der Mitarbeiterweiterbildung sind Lernziele essentiell.
Inhalte, die dem Lerner einfach nur auf irgendeiner Plattform „vorgesetzt“ werden, sind weder fördernd noch motivierend.
Der Lerner steht auf offener Straße und weiß nicht, wohin er gehen soll.

Gerade in komplexen Projekten der betrieblichen Weiterbildung muss das Lernen maximal effizient sein.

Lernen: Ziellos oder gezielt?

Ohne Zielsetzung werden zeitliche Ressourcen verschwendet und noch schlimmer: die Sinnhaftigkeit des Lernens geht verloren. Das Ergebnis: frustrierte Mitarbeiter, negatives Feedback, hohe Abbruchquoten und ein schlechter Ruf von E-Learning.

Die Definition von Zielen ist wichtig – aber gleichzeitig schwer umzusetzen. Was bedeutet Zielsetzung also im Konkreten?

Ein übergeordnetes Ziel sollte es sein, dass die Lerner genau das Lernen, was sie in Zukunft für ihren Job brauchen – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

  • Es kann helfen, ein übergeordnetes Ziel-Outcome in Teilziele aufzuteilen, die nacheinander in einer festgelegten oder flexiblen Reihenfolge erreicht werden sollen.
  • Die definierten Ziele sollten in Abhängigkeit der Zielgruppe variieren.
  • Aus den Lernzielen werden dann die jeweiligen Lerninhalte abgeleitet.
  • Außerdem muss die Zielerreichung gemessen werden, um dem Lerner eine Rückmeldung über seinen aktuellen Lernstand und Lernerfolg mitteilen zu können.

Lernen: Ziellos oder gezielt?

Entscheidend ist nicht nur das Ziel, sondern auch der Startpunkt der Lernenden.

Die Lernenden können unterschiedlichen Berufsgruppen angehören und somit völlig unterschiedliche Hintergründe haben.
Auch innerhalb einer Berufsgruppe gibt es in gewissen Bereichen erfahrenere und unerfahrenere Lerner.
Nur, wenn die qualitativ unterschiedlichen Gruppen festgelegt und das bereits vorhandene Vorwissen ermittelt wurde, ist der Startpunkt der Lernteilnehmer klar.

In meiner Erfahrung ist es so, dass ein Vorgehen wie oben beschrieben zum Erfolg führen kann.
Wenn man Weiterbildung entlang klarer Ziele aufsetzt und strukturiert betreut, dann ist Lernen sinnhaft.

Das Ergebnis sind zufriedene Nutzer, positives Feedback und hohe Abschlussquoten.

Aber eines ist völlig klar: Ohne anzufangen, ist noch niemand an irgendein Ziel gekommen.